Zweimal dran, am Ende ohne Satzgewinn

Zweimal dran, am Ende ohne Satzgewinn

Die Skurios Volleys kämpfen sich in Hamburg zweimal zurück, verlieren dann aber mit 0:3

Ein Wochenende in Hamburg, zwei Sätze auf Augenhöhe und am Ende doch keine Punkte: Für die Skurios Volleys blieb die Auswärtsfahrt zum ETV Hamburger Volksbank Volleys ohne den erhofften Ertrag. Bereits am Samstagabend war das Team in Richtung Hansestadt aufgebrochen. Am Sonntagnachmittag war in der CU Arena vor allem in den ersten beiden Durchgängen deutlich mehr möglich. Zweimal kämpfte sich Borken nach Rückständen zurück, zweimal wurde es in der Schlussphase eng – und zweimal hatte Hamburg beim 25:23 das bessere Ende. Nach dem 18:25 im dritten Satz stand schließlich eine 0:3-Niederlage.

Dabei begann die Partie durchaus nach dem Geschmack der Skurios Volleys. Doreen Luther holte den ersten Punkt, anschließend sorgten die Aufschläge von Antonia Greskamp dafür, dass Borken auf 4:0 davonzog. Die Gastgeberinnen fanden jedoch schnell zurück, während sich bei den Skurios Volleys zunehmend Probleme in der eigenen Annahme bemerkbar machten.

Beim 15:20 schien der erste Satz bereits in Richtung ETV zu kippen. Kira Walkenhorst brachte Antonia Tebroke zum Aufschlag, und Borken fand in dieser Phase noch einmal zurück ins Spiel. Punkt um Punkt schmolz der Rückstand, ehe die Skurios Volleys sogar mit 21:20 in Führung gingen. Aus einem Fünf-Punkte-Rückstand war innerhalb weniger Ballwechsel wieder ein völlig offener Satz geworden.

In der Crunchtime blieb es eng. Eine Hamburger Challenge brachte beim Stand von 22:22 noch einmal eine knifflige Situation, doch am Ende waren es nicht einzelne Entscheidungen, die den Ausschlag gaben. Hamburg blieb in den letzten Ballwechseln etwas konsequenter und verwandelte den ersten Satzball zum 25:23.

Der zweite Durchgang begann deutlich schwieriger. Hamburg setzte sich zunächst auf 4:0 und später auf 15:8 ab. Doch auch diesmal ließ Borken den Satz nicht einfach laufen. Die Skurios Volleys arbeiteten sich wieder heran. Pia Mohr setzte bei ihrem Kurzeinsatz wichtige Akzente, erzielte den Ausgleich zum 17:17 und wenig später auch den Punkt zur 19:18-Führung. Erneut ging es damit in eine enge Schlussphase – und erneut hatten die Gastgeberinnen beim 25:23 das bessere Ende.

Nach zwei so knapp verlorenen Sätzen gelang es im dritten Durchgang nicht mehr, die Partie noch einmal in dieselbe Richtung zu drehen. Hamburg setzte sich früh ab und Borken lief erneut einem Rückstand hinterher. Zwar gelangen immer wieder gute Aktionen, insbesondere über Liza Kastrup, doch die Gastgeberinnen hielten den Vorsprung diesmal konstant. Über 8:12 und 13:21 ging es schließlich zum 18:25.

Dass die Partie über weite Strecken enger war, als das 0:3 vermuten lässt, zeigt auch ein Blick auf die Zahlen. Im Angriff lagen beide Mannschaften nahezu gleichauf: Borken kam auf eine Erfolgsquote von 38 Prozent, Hamburg auf 39 Prozent. Unterschiede gab es vor allem im Aufschlag-Annahme-Spiel. Hamburg gelangen acht Asse, den Skurios Volleys drei. Gleichzeitig musste Borken acht direkte Annahmefehler hinnehmen, die Gastgeberinnen lediglich drei. Gerade die Hamburger Punkteserien sorgten deshalb immer wieder dafür, dass zuvor verlorener Boden mühsam zurückgeholt werden musste.

Einen persönlichen Lichtblick gab es dennoch. Liza Kastrup war mit 13 Punkten erfolgreichste Borkener Scorerin. Elf Punkte erzielte sie im Angriff bei einer Quote von 46 Prozent, zwei weitere kamen im Block hinzu. Dafür wurde sie zum zweiten Mal in Folge als Silber-MVP ausgezeichnet.

Auch wenn sich die Skurios Volleys für ihre Aufholjagden nicht belohnen konnten, nehmen sie aus Hamburg mit, dass sie sich in den ersten beiden Sätzen selbst nach deutlichen Rückständen zurück ins Spiel kämpfen konnten. Genau daran gilt es anzuknüpfen – und beim nächsten Mal die entscheidenden Punkte in der Schlussphase selbst zu setzen.

Ein großes Dankeschön geht an die Borkener Fans, die den Weg nach Hamburg mitgemacht haben und sich in der CU Arena immer wieder lautstark bemerkbar machten. Eure Unterstützung war auch in schwierigen Phasen nicht zu überhören.

Text: Thomas Hacker

Foto: Justus Stegemann