Drittes Spiel in acht Tagen: Wiesbaden wartet nun
Drittes Spiel in acht Tagen: Wiesbaden wartet nun
Nach Suhl und Münster geht es am Samstag zum VC Wiesbaden. Der Blick liegt auf den eigenen Fortschritten.
Samstag Suhl, Mittwoch Münster in der Meggi, Samstag Wiesbaden: Für unsere Skurios Volleys bleibt in dieser Englischen Woche kaum Zeit zum Durchatmen. Am 17. Oktober steht das dritte Bundesligaspiel binnen acht Tagen an. Um 17.15 Uhr ist die Mannschaft von Kira Walkenhorst beim VC Wiesbaden zu Gast.
Gegen den Deutschen Meister und Triple-Sieger aus Suhl und den USC Münster gab es jeweils ein 0:3. Dass der Weg in der 1. Bundesliga anspruchsvoll ist, wussten wir vorher. Wir spielen erst unsere zweite Saison im Oberhaus. Hier wollen wir uns behaupten, Erfahrungen sammeln und uns als Mannschaft weiterentwickeln. Dazu gehören auch Partien, in denen der Gegner am Ende stärker ist.
Wie nah ein Satzgewinn sein kann, zeigte das Heimspiel am Mittwoch. Vor 800 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Meggi führten unsere Spielerinnen im zweiten Durchgang gegen Münster mit 19:16 und später mit 23:22. Am Ende ging der Satz mit 23:25 an die Gäste. „Das tut schon weh, so einen Satz abzugeben“, sagte Cheftrainerin Kira Walkenhorst der Borkener Zeitung. Gleichzeitig war zu sehen, wie viel möglich ist, wenn unsere Mannschaft gut ins Spiel findet.
Nach der Partie sprach Walkenhorst vor allem zwei Punkte an: Aufschlag und Annahme. „Wir müssen an den Basics arbeiten“, sagte die Trainerin. Es geht darum, eigene Fehler zu reduzieren und gute Phasen länger durchzuhalten. In der Feldabwehr gab es einige starke Aktionen. Libera Ditte Kjær Hansen wurde in beiden Spielen mit der silbernen MVP-Medaille ausgezeichnet. Nun geht es darum, als Team insgesamt stabiler zu spielen. Auch ein erster Satzgewinn wäre dabei ein wichtiger Schritt. „So etwas würde uns Selbstvertrauen geben“, sagt Walkenhorst.
Der VC Wiesbaden hat drei Punkte aus den ersten beiden Spielen geholt. Nach einem 1:3 beim USC Münster gewannen die Hessinnen am Mittwoch zuhause mit 3:0 gegen die Ladies in Black Aachen. Das neu zusammengestellte Team zeigte dabei vor allem im Block und in der Abwehr seine Qualität. Die kanadische Außenangreiferin Julia Murmann erzielte 14 Punkte. Mit Cayetana López Rey und der niederländischen Mittelblockerin Roos Wessels stehen weitere internationale Spielerinnen im Kader.
Auch auf der Trainerbank ist einiges neu. Paul Sens hat im Sommer übernommen. Der 29-Jährige war zuvor elf Jahre Co-Trainer beim SSC Palmberg Schwerin. Für unsere Diagonalangreiferin Liza Kastrup wird das Auswärtsspiel zudem ein Wiedersehen mit ihrem früheren Verein.
Ausreden wegen des engen Spielplans lässt Kira Walkenhorst nicht gelten. „Die ist doch für alle Mannschaften gleich“, sagt sie über die Belastung. Nach der Analyse des Münster-Spiels und dem Abschlusstraining am Freitag geht es am Samstag zur nächsten Aufgabe nach Hessen.
Wer nicht mit nach Wiesbaden reisen kann, kann unser Team diesmal kostenfrei im Fernsehen unterstützen. SPORT1 überträgt ab 17 Uhr live, Spielbeginn ist um 17.15 Uhr. Auch Dyn zeigt die Partie im kostenpflichtigen Stream. Gespielt wird in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit; Einlass ist ab 15.45 Uhr.
Text: Thomas Hacker
Foto: Kevin Mattig