Den nächsten Schritt im Visier

Den nächsten Schritt im Visier

Nach dem ersten Punkt gegen Aachen wollen die Skurios Volleys am Dienstag gegen Vilsbiburg weiter zulegen

Zwei gewonnene Sätze, der erste Punkt auf dem noch jungen Bundesligakonto der Saison 2026/27 und über weite Strecken eine überzeugende Leistung: Mit dem 2:3 gegen die Ladies in Black Aachen haben die Skurios Volleys am Samstag zuhause den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Nun soll möglichst gleich der nächste folgen. Am Dienstag, den 27. Oktober, um 18.30 Uhr empfangen die Westmünsterländerinnen die Roten Raben Vilsbiburg in der Mergelsberg-Sporthalle. Auch die Gäste warten noch auf ihren ersten Saisonsieg, haben in ihren bisherigen vier Partien allerdings bereits zwei Punkte gesammelt.

Mit den Roten Raben kommt ein großer Name des deutschen Frauenvolleyballs in die Meggi. 2008 und 2010 wurde Vilsbiburg Deutscher Meister, 2009 und 2014 gewann der Verein den DVV-Pokal. Nach dem Rückzug aus finanziellen Gründen 2024 folgte für die Niederbayern der Neuaufbau in der 2. Bundesliga Pro. Dort wurden die Raben 2025 Vizemeister hinter den Skurios Volleys, ehe sie ein Jahr später selbst den Titel und die Rückkehr ins Oberhaus feierten. Trainer Guillermo Gallardo hatte Vilsbiburg bereits zu den beiden Meisterschaften geführt.

Für die Rückkehr wurde der Kader deutlich verändert: Sechs Spielerinnen blieben, sieben kamen hinzu. Kapitänin und Zuspielerin Pia Fernau, in der Meistersaison zwölfmal als MVP ausgezeichnet, ist weiter die Schaltzentrale. Die Brasilianerin Laura Sertic de Prá ergänzt das Zuspiel. Im Diagonalangriff stehen Annie Hatch und Emma Ellis, auf Außen die portugiesische Nationalspielerin Alice Clemente, Rückkehrerin Luisa Keller und Jeannette Huskic. Zum Mittelblock gehören Nadine Burbrink, Tina de Groot sowie Amanda Cavalcanti und Brianna Green. Die Liberas heißen Emely Brodowski und Sarah Stiriz. Gallardo musste zuletzt allerdings auf Huskic und Green verzichten, beide fehlten verletzt.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen einen Gegner, der sich längst wehrt, aber noch keinen Sieg eingefahren hat. Zum Auftakt führten die Raben bei Schwarz-Weiß Erfurt 2:0, verloren aber noch mit 2:3. Gegen den amtierenden Meister VfB Suhl folgte ein klares 0:3. Beim USC Münster steigerten sie sich nach schwachem Start, holten mit dem 25:19 den dritten Satz und verpassten beim 26:28 im vierten knapp den Tiebreak. Tina de Groot steuerte 14 Punkte bei. Am Samstag erzwang Vilsbiburg auch gegen den VC Wiesbaden nach zweimaligem Satzrückstand den fünften Durchgang. Das 2:3 brachte den zweiten Saisonpunkt, das 4:15 im Entscheidungssatz offenbarte aber erneut die Schwankungen. Amanda Cavalcanti wurde als wertvollste Raben-Spielerin ausgezeichnet.

Auch bei den Skurios Volleys ist die Entwicklung in den vergangenen Spielen deutlich erkennbar. Nach den Niederlagen gegen Suhl und Münster folgte in Wiesbaden beim 1:3 der erste Satzgewinn. Gegen Aachen gelang es am Samstag erstmals, über längere Phasen das Spiel selbst zu bestimmen. Nach verlorenem Auftaktsatz drehten die Borkenerinnen die Partie und gingen mit 2:1 in Führung. Erst im Tiebreak behielten die Gäste mit 15:12 die Oberhand. Hannah Rudde brachte im Zuspiel neue Impulse und wurde zur MVP gewählt. 974 Fans sorgten in der ausverkauften Meggi für den passenden Rahmen.

Nun geht es für das Team von Cheftrainerin Kira Walkenhorst darum, die starken Phasen aus dem Aachen-Spiel noch länger zu halten, Einbrüche zu vermeiden und sich für den Aufwand zu belohnen. Die Roten Raben haben gerade gegen Münster und Wiesbaden gezeigt, wie gefährlich sie auch nach Rückschlägen sein können. Es ist die Neuauflage eines Zweitliga-Duells auf großer Bühne – und für die Skurios Volleys die nächste Gelegenheit, ihre positive Entwicklung mit dem ersten Bundesliga-Sieg der Saison zu krönen.

Tickets für die Begegnung gibt es im Online-Ticketshop der Skurios Volleys sowie am Dienstag an der Abendkasse. Wer nicht in der Meggi dabei sein kann, hat die Möglichkeit, das Spiel im kostenpflichtigen Livestream bei Dyn zu verfolgen.

Text: Thomas Hacker
Foto: Kevin Mattig