Auftakt beim Deutschen Meister

Auftakt beim Deutschen Meister

Die Skurios Volleys starten am Samstag in Suhl in ihre zweite Bundesliga-Saison – mit vielen bekannten Gesichtern im Kader

Samstagvormittag, 9 Uhr: Der Mannschaftsbus der Skurios Volleys setzt sich in Richtung Thüringen in Bewegung. Für die Spielerinnen beginnt die zweite Saison in der 1. Volleyball Bundesliga mit einer langen Auswärtsfahrt. Am Abend, um 19 Uhr, steht das Team in der Wolfsgrube beim VfB Suhl LOTTO Thüringen auf dem Feld. Viel schwerer könnte die erste Aufgabe der neuen Saison wohl kaum sein: Suhl ist amtierende Deutscher Meister, zoi-DVV Pokalsieger und seit vergangenem Samstag Supercup-Sieger.

„Nach einer langen und intensiven Vorbereitung freuen wir uns riesig, dass es endlich wieder losgeht und wir in die neue Saison starten dürfen“, sagt Cheftrainerin Kira Walkenhorst optimistisch. Für die Olympiasiegerin von 2016 ist es der erste Bundesliga-Spieltag als verantwortliche Trainerin eines Bundesliga-Teams. Nach ihrer Zeit als Co-Trainerin hat sie in den vergangenen Monaten mit der Mannschaft intensiv an Technik, Abläufen und Abstimmung gearbeitet. Jetzt kommt es darauf an, das auch unter Wettkampfbedingungen abzurufen.

Das Team der Saison 2026/27 ist eine Mischung aus vertrauten und neuen Gesichtern. Kapitänin Fabienne Coenders trägt bereits in ihrer neunten Saison das Borkener Trikot. Doreen Luther geht in ihre siebte, Sandra Hövels in ihre vierte Saison. Alle drei kennen den Weg der Skurios Volleys aus der zweiten in die erste Bundesliga. Das verbindet sie. Hinzu kommen vier Neuzugänge: Zuspielerin Antonia Greskamp, Außenangreiferin Maja Nöhrer sowie Theresa Naßmacher (Außenangriff) und Antonia Tebroke (Libera) aus dem eigenen Nachwuchs.

Die Vorbereitung stimmt Borkens Trainerin optimistisch. Zwei Siege beim Turnier im niederländischen Meijel machten den Anfang. Beim NRW-Cup in der heimischen Meggi erreichten die Skurios Volleys das Finale, unterlagen dort jedoch dem USC Münster. Gegen das niederländische Team Draisma Dynamo Apeldoorn ging ein enger Test mit 2:3 verloren. Zuletzt in Münster gewann Borken den ersten Satz mit 25:19, danach setzte sich der USC durch. Die Partien zeigten, dass das Team mutig angreifen kann, aber bei zunehmendem Druck noch konstanter werden muss. Aktuell nicht zur Verfügung steht den Skurios Volleys Kapitänin Fabienne Coenders. Die Außenangreiferin erlitt beim NRW-Cup einen Bänderriss und konnte zuletzt nur von der Bank aus unterstützen.

„Mit Suhl wartet direkt zum Auftakt ein starker Gegner auf uns. Wir wissen, dass wir als Außenseiter in die Partie gehen, aber genau darin liegt auch unsere Chance“, blickt Kira Walkenhorst voraus. Die beiden Ligaspiele der Vorsaison gingen an Suhl. Trotzdem soll es am Samstag nicht nur um den Gegner gehen, sondern auch um die eigene Entwicklung. „Wir wollen jeden Ball feiern, um jeden Punkt kämpfen und zeigen, was uns als Mannschaft ausmacht“, sagt die Trainerin.

Nach der Rückfahrt bleibt den Skurios Volleys nur wenig Zeit. Schon am Mittwoch, den 14. Oktober, um 18 Uhr empfangen die Skurios Volleys den USC Münster zum ersten Heimspiel und Münsterland-Derby in der Mergelsberg-Sporthalle.

Text und Foto: Thomas Hacker